schule der phantasie - geschichte

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Bild: Miriam Birzle, Land der Phantasie

 

Die Geschichte der Schule der Phantasie beginnt in München in den 70er Jahren. Prof. Rudi Seitz entwickelte die Idee auf der Basis seiner jahrelangen Forschungen zur bildnerisch-ästhetischen Elementarerziehung, also zum Kunstunterricht in der Grundschulstufe. Die Erkenntnisse bestätigten das Bedürfnis einer stärkeren Förderung kreativen Gestaltens besonders für Kinder im Grundschulalter. 1980 wurde das Konzept dem Münchener Stadtrat vorgelegt, die Gründung der ersten Schule der Phantasie wurde beschlossen.

Heute betreut die Schule der Phantasie allein in München ungefähr 2000 Kinder pro Woche in 140 Kursen. Das Konzept hat sich inzwischen in vielen Filialen über den gesamten deutschen Sprachraum ausgebreitet und findet immer Anwendung im engen Zusammenwirken mit den Schulen als unterrichtsbegleitendes Angebot. Die Schule der Phantasie möchte jungen Menschen Mut machen, eigenständige Lösungen zu verwirklichen, eine eigene, schöpferische Formensprache zu entwickeln und souverän einzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Unterstützung der Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen durch die Möglichkeit der Entfaltung der Phantasie in positiver und anregender Umgebung. Dazu brauchen Kinder Selbstvertrauen, um im partnerschaftliche Zusammenwirken mit Kursleiterinnen und Kursleitern ganz eigene Gestaltungen zu realisieren, ohne Zwang und ohne Druck der Bewertung. Das Mittelschwäbische Heimatmuseum greift dieses Konzept auf und baut es in das museumspädagogische Gesamtkonzept ein. Junge Künstlerinnen und Künstlern sollen dadurch ermutigt werden, sich kreativ zu äußern.

Die Krumbacher Filiale geht noch einen Schritt weiter, weil nicht nur Kinder sondern auch Jugendliche durch geeignete Kurse betreut und gefördert werden. Jugendliche können sich an der jährlichen Jugend- Kunstausstellung des KULT e.V. in Zusammenarbeit mit dem Museum beteiligen und sich der Öffentlichkeit präsentieren. Die jährliche Vergabe eines Jugend- Kunstpreises soll nicht nur Anreiz sein, sondern dazu beitragen, Jugendliche Künstlerinnen und Künstler mit dem Kunstbetrieb vertraut zu machen. Die künstlerisch – inhaltliche Leitung übernimmt die Kunstpädagogin Eva Herold. Sie leitete bisher jährlich mehrere Kurse mit großem Erfolg. Eva Herold übernimmt zusätzlich die Aufgabe, weitere Kursleiterinnen und Kursleiter auszubilden. Als weitere Kursleiterin konnte die Kunsttherapeutin Jutta Sprenger gewonnen werden. Sie arbeitet hauptsächlich mit Erwachsenen oder beispielsweise mit Mutter-Kind-Gruppen, und bringt damit einen weiteren wichtigen Aspekt zur Erweiterung des Konzeptes der Schule der Phantasie ein.

Die Beteiligung an Kursen der Schule der Phantasie Krumbach ist für die teilnehmenden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit möglichst geringen Kosten verbunden, um allen gleichermaßen die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen.

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